OB SCENE

Obscene

„obszön“ bezeichnet das Allzu-Sichtbare, dem man den Blick verweigern soll und es deshalb nur ob-scaena, außerhalb der Szene/Bühne liegen sollte. Diese bespielte Installation lenkt den Blick der Betrachtenden auf einen isolierten menschlichen Körper in einem Terrarium. Ein Körper, der sich für den Blick von außen darbietet, um sich für die Phantasien der Betrachtenden zur Verfügung zustellen. Das Glas schafft ein Spannungsverhältnis von extremer Isolation bei gleichzeitiger transparenter Nähe. Über ein Schröpf-System lädt dieser Körper dazu ein durch das Glas über die bloße Haut zu kommuniziere. Im Wechselspiel von Imagination und Haptik hinterlässt der sensuelle Austausch einen Abdruck auf den Körpern, ohne dass diese sich tatsächlich jemals berührt hätten.

Entwickelt im Juli 2020 im Rahmen von „The Temple – Eine begehbare Vision“ des Westflügel Leipzig
Leitung: Jonas Klinkenberg
Umsetzung & Performance: Jan Jedenak
outside eye & musikalische Beratung: Li Kemme

Trailer